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News - Kranke Buche weicht Linde

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„Bote vom Untermain“ 22.12.2007

Kranke Buche weicht Linde

Großbaumverpflanzung mit beeindruckendem Gerät am Großheubacher Roßhof Großheubach.

Dass man nicht nur an seinen Haustieren, sondern auch an seiner heimischen Fauna hängen kann, zeigt das Engagement von Burkhardt Meister. Da er die alte Buche vor der Haustüre des Roßhofes trotz hohen Aufwands nicht retten konnte, hat er sich für eine würdige Nachfolgerin entschieden: eine 40 Jahre alte Linde.

Wirft man einen Blick auf die Internetseite des Rosshofes, erkennt man auf dem Luftbild vor dem Gutshof noch einen Baumstumpf an der Stelle, wo einst die kanke Buche stand. Seit Mittwoch dieser Woche hat der Stumpf vorübergehend einen neuen Platz gefunden: Der Stumpf mit über einem Meter Durchmesser liegt ausgegraben im Hof des Verwaltungsgebäudes.

Burkhardt Meister, Betreiber des Roßhofs, wollte die erkrankte Buche, die wie ein Wahrzeichen zum Hof gehörte, ersetzen lassen. Da ein junger Baum in den nächsten Jahren kaum die mächtige Krone der 200 Jahre alten Buche adäquat ersetzt hätte, entschied sich der Biolandwirt für einen deutlich teureren und pflegebedürftigen Nachfolger – eine schöne Linde.

Bereits einen Tag nach der Entfernung des Wurzelstocks setzte die Firma Zöller-Arbor aus Miltenberg eine 40 Jahre alte Linde mit dem Großbaumverpflanzungsverfahren ein. Das Verfahren erinnert an die Umtopfung von Zimmerpflanzen – wenn man sich denn eine zehn Meter hohe und zwölf Tonnen schwere Linde als eine Zimmerpflanze vorstellen kann. Die „Eurotree 3000“ - europaweit die größte Rundspatenmaschine – gräbt mit Aushebung des Wurzelstocks ein Loch aus, in das der neue Baum eingesetzt wird. Da der Rundspaten den Wurzelstock umschließen und dann in die Erde eingefahren werden kann, setzt er den neuen Baum mit genau dem gleichen Volumen in das Loch ein, so dass nach Festigung des Bodens kein zusätzlicher Boden aufgeschüttet werden muss.

Dass das Verfahren doch ein wenig umständlicher ist als das häusliche umtopfen, erkennt man nicht nur an der Notwendigkeit des Fachpersonals: Der Baum muss nach der Einpflanzung drei Jahre lang durch Seile gesichert und gepflegt werden, damit die Wurzeln sich richtig ausbilden können und dem Baum Stabilität verleihen. Die vergleichsweise junge Linde ist in den vergangenen 40 Jahren bereits sieben Mal verpflanzt worden, damit sie feine Wurzeln behält. Erst durch die Betreuung durch Fachpersonal soll sie nun Wurzeln schlagen, damit sie an ihrem achten und letzten Standort weiter wachsen kann. Die Jahreszeit eignet sich für die Umpflanzung: Der gefrorene Boden ist für die Maschine deutlich leichter zu befahren als die weiche Erde im Sommer.

Für die Linde hat sich Meister entschieden, weil bereits zur Gaststube hin eine Linde steht. Die beiden Bäume dominieren nun das Gesamtbild des Gutshofes.